TIR informiert: Vorsicht bei problematischen Freizeitaktivitäten mit Tieren
Freizeitaktivitäten mit Tieren erfreuen sich grosser Beliebtheit – dementsprechend vielseitig präsentieren sich entsprechende Angebote im In- und Ausland. Doch viele Darstellungen und Interaktionen, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, sind mit erheblichem Tierleid verbunden. Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) bittet deshalb, solche Angebote stets kritisch zu hinterfragen und auf problematische Aktivitäten zu verzichten.
11.05.2026
Bedenkliche Aktivitäten gibt es auch hierzulande. Im Unterschied zum Ausland sind jedoch insbesondere auch Heim- und Sporttiere betroffen. Streichelzoos, Lama-Trekkings oder Ponyreiten etwa mögen auf den ersten Blick harmlose Freizeitbeschäftigungen sein, doch sie bergen Risiken für die Tiere: wiederholtes Anfassen, Lärm und fehlende Rückzugsmöglichkeiten können zu Stress, Verletzungen oder gar Erkrankungen führen. Auch sogenannte "Nutztiere" werden bei fragwürdigen Attraktionen eingesetzt. Zu denken ist etwa an Ringkuhkämpfe, Säulirennen oder Kuh- und Ziegenausstellungen. Dabei werden die Tiere zur Unterhaltung der Menschen vorgeführt oder zu unnatürlichem Verhalten gezwungen, was sie nicht nur stresst, sondern auch ihre gesetzlich geschützte Würde missachtet.
Auf Aktivitäten, die Tiere beeinträchtigen, sollte konsequent verzichtet werden – denn die Nachfrage bestimmt das Angebot. Wer auf solche stösst, kann sie beim Reiseveranstalter oder – in der Schweiz – direkt den zuständigen Veterinärämtern melden. Damit wird dazu beigetragen, dass Tierleid nicht länger geduldet oder gefördert wird. Den Tieren geholfen werden kann auch, indem glaubwürdige Naturschutzprojekte zum Erhalt von Lebensräumen unterstützt werden. Wer Tiere beobachten möchte, sollte dies in ihrer natürlichen Umgebung und aus ausreichender Distanz tun, ohne sie zu bedrängen oder zu berühren. Seriöse Anbieter zeichnen sich durch Kriterien wie kleine Gruppengrössen, die Einhaltung von Mindestabständen, fachliche Begleitung sowie den Verzicht auf direkten Kontakt zu den Tieren oder das Aussteigen aus Fahrzeugen oder Booten aus.