Ziel aller Projekte der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) ist es, die Beziehung zwischen Tieren und Menschen in Recht, Ethik und Gesellschaft zu verbessern.
Wissenschaftlich
Die TIR unterstützt und fördert national und international die Weiterentwicklung von Recht und Ethik zum Schutz der Tiere und in der Beziehung zwischen Mensch und Tier.
Erkenntnisse, die im Bereich des Stiftungszwecks erworben wurden, sollen in der Rechtslehre und in der Gesetzgebung umgesetzt werden. Finanziell unterstützt die Stiftung Veröffentlichungen, Lehraufträge und Ausbildungen, Seminare und Tagungen.
Praktisch
Aus teilweise fadenscheinigen Gründen werden die Verfahren wegen Tierquälereien und anderen Tierschutzwidrigkeiten immer wieder eingestellt oder Entscheide auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben. Manchmal werden Klagen bloss der Einfachheit halber fallen gelassen. Die TIR fordert daher: Wie im Kanton Zürich (sog. Tieranwalt), sollen auch in allen anderen Kantonen und in anderen Staaten Stellen für die juristische Vertretung der Tiere geschaffen werden. Die TIR setzt sich hierfür mit Gutachten, Vorträgen und Büchern in der rechtspolitischen Debatte ein.
Doktorandinnen, Studierende und Medienschaffende haben bisher sehr viel Zeit aufwenden müssen, um zu teilweise unveröffentlichtem oder schwer zugänglichem Material über tierrelevante Themen zu gelangen. Mit der stiftungseigenen Bibliothek, mit Beratungen und der Vermittlung von Kontakten ermöglicht die TIR den Recherchierenden, ihre Zeit effizienter nutzen und somit fundiertere Dissertationen, Studienarbeiten und Medienberichte zu verfassen.
Seit 2003 gelten Tiere im Schweizer Recht nicht mehr als Sachen. Was dies genau bedeutet, erläutert die TIR in ihrem praxisorientierten Buch, das 2003 unter dem Titel "Das Tier im Recht - 99 Facetten der Mensch-Tier-Beziehung von A-Z" bei Orell Füssli-Verlag erschienen ist und gemäss NZZ als Standardwerk gilt. Die TIR hat auch sämtliche Schweizer Tierschutzstrafentscheide seit 1982 gesammelt und in einer Datenbank integriert, die allen Interessierten unentgeltlich zur Verfügung steht. Überdies hat sie 2004 die TIER-CD-ROM veröffentlicht und mit diesem sehr informativen und übersichtlichen Datenträger zu einer grösseren Verbreitung von Wissen und Erfahrung im praktischen Tierschutzrecht beigetragen.