TIR referiert an der Animal Rights Law Summer School in Antwerpen
Vergangene Woche fand an der Universität Antwerpen bereits zum vierten Mal die Summer School Animal Law, Rights and Representation statt. Dabei kamen Studierende aus zahlreichen Staaten zusammen, um sich gemeinsam unterschiedlichen Fragestellungen aus dem Tier- und Tierschutzrecht zu widmen. Auch Moena Zeller, eidg. dipl. Buchbinderin und Bibliothekarin der Stiftung für das Tier im Recht (TIR), war als Referentin an der Veranstaltung vertreten.
27.08.2026
Die insgesamt 30 Studierenden aus zwölf Ländern (Belgien, Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Österreich, Schweiz, England, Frankreich, Kanada und Kamerun) setzten sich an der Summer School etwa mit Fragen auseinander, ob Tiere rechtliche Ansprüche haben und, wenn ja, wer sie vor Gericht vertreten kann. Die Studierenden bekamen dabei die Möglichkeit, als Anwältinnen und Anwälte ihre tierlichen Klienten in einem Moot Court vor einer professionellen Jury zu verteidigen. Zudem erhielten sie im Vorfeld einen umfassenden und kritischen Einblick in das Tierrecht als Rechtsdisziplin und konnten die Teilnehmenden sich mit den verschiedenen Theorien des Tierrechts vertraut machen.
Die Summer School wurde von Dr. Eva Bernet Kempers (postdoctoral researcher in Animal Law at the University of Antwerp and Junior Research Associate at the Cambridge Centre for Animal Rights Law) organisiert.
Neben den verschiedenen internationalen Gastdozenten, namentlich Alice
Di Concetto (European Institute for Animal Law & Policy), Veerle
Platvoet (Max Planck Institute for Public International Law), Dr.
Raffael Fasel (University of Cambridge), Marcia Condoy Truyenque
(University of Helsinki, Finland and Founder of DA Derecho Animal Peru),
Dr Katharina Braun, Dr Søren Stig Andersen (University of Copenhagen)
und Michel Vandenbosch (GAIA), war auch Moena Zeller als Referentin an
der Veranstaltung beteiligt. In ihrem Vortrag "Advancing Animals Rights:
Insights from the TIR Library" thematisierte sie dabei vor allem die
Rolle einer tierrelevanten Bibliothek in der Förderung von Tierrechten
sowie die Schwerpunkte, Ziele und Vorgehensweise der TIR.
Das Seminar bot allen Beteiligten einen wertvollen Wissens- und Erfahrungsaustausch und war zugleich ein grosser Erfolg. Die TIR beglückwünscht Dr. Eva Kempers zu dem spannenden und ausgewogenen Programm und freut sich, dass dem Bereich "Animal Law" auch auf internationaler Ebene zunehmend Bedeutung beigemessen wird. Wir wünschen der Animal Rights Law Summer School in Antwerpen alles Gute für die weitere Entwicklung und hoffen, dass sich auch künftig Möglichkeiten für einen solchen internationalen Austausch ergeben.