Aalsterben am Hochrhein: Handlungsbedarf bleibt dringend
Unterhalb der Rheinkraftwerke bei Schaffhausen und Eglisau sowie allen noch unsanierten Wasserkraftwerken kommt es in diesen Tagen erneut zu einem massiven Aalsterben – einer Art, die in der Schweiz stark vom Aussterben bedroht ist.
09.03.2026
Die Lage ist insgesamt besorgniserregend: 70% der einheimischen Fisch- und Krebsarten sind gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden.
Besonders betroffen sind wandernde und kälteliebende Arten wie Aal, Äsche oder Seeforelle. Wasserkraftanlagen stellen dabei die grösste Gefahr dar. Positiv ist, dass der Nationalrat 2025 die Motion von Céline Vara für einen Aktionsplan "Fische" angenommen hat. Der Bundesrat soll nun aufzeigen, wie bedrohte Fischbestände langfristig geschützt werden können – unter anderem durch Renaturierungen, Schutzgebiete und die Sanierung von Wasserkraftanlagen. Entscheidend ist nun die konsequente und zeitnahe Umsetzung wirksamer Schutzmassnahmen – auch wenn dies mit Effizienzverlusten verbunden ist. Nur so lassen sich die aquatische Biodiversität, die Ökosysteme und nicht zuletzt die einzelnen Tiere wirksam schützen.