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Hunde-Recht

 

Kanton St. Gallen

 
20.02.2014
 
1. Geltendes Hunderecht 2. Allgemeine Bestimmungen zur Hundehaltung
  • Hunde sind so zu halten, dass sie Menschen und Tiere nicht gefährden oder belästigen und fremdes Eigentum nicht beschädigen (Art. 6 HG / SG).
  • Hundehalter und -halterinnen sind verpflichtet, auf Strassen, Trottoirs, Wegen und Plätzen, in öffentlichen Grün- und Parkanlagen sowie auf Wiesen und Äckern den Kot ihres Hundes zu beseitigen (Art. 7 Abs. 2 HG / SG).
  • Wer einen mehr als fünf Monate alten Hund hält, hat dies der politischen Gemeinde zu melden, in der der Hund vorwiegend gehalten wird und dort eine Hundetaxe zu bezahlen (Art. 3 Abs. 1 und Art. 11 HG / SG).
  • Die politische Gemeinde ordnet jährlich eine tierärztliche Kontrolle der meldepflichtigen Hunde an. Diese ist bis Ende Mai durchzuführen. Erreicht der Hund nach der Kontrolle das meldepflichtige Alter oder wird er im meldepflichtigen Alter in den Kanton eingeführt, so ist eine tierärztliche Kontrolle innert 14 Tagen vorzunehmen (Art. 4 HG / SG).
  • Grundsätzlich verboten sind Hunde auf Spiel- und Sportplätzen, in fremden Gärten, Gemüse- und Beerenkulturen sowie auf Wiesen und Äckern, es sei denn, es besteht eine Bewilligung (Art. 7 Abs. 1 HG / SG).
  • Politische Gemeinden ordnen erforderliche Massnahmen an, wenn der Hundehalter seinen Pflichten nach Art. 6 und Art. 7 des Hundegesetzes nicht nachkommt. Sie kann gemäss Art. 9 Abs. 2 des Hundegesetzes insbesondere Weisungen über Erziehung, Beaufsichtigung, Pflege, Unterbringung oder Haftpflichtversicherung des Hundes erlassen (a), zu einem Hundeerziehungskurs aufbieten (b), verfügen, dass der Hund ausserhalb der Wohnung an der Leine zu führen ist (c), oder ausserhalb der Wohnung einen Maulkorb zu tragen hat (d), verbieten, den Hund bestimmten Personen anzuvertrauen (e), bauliche Massnahmen verlangen, die Dritte vor Angriffen des Hundes schützen (f), einen Wesenstest des Hundes durch eine Fachperson anordnen (g), verbieten, mehr als einen Hund (h) oder bestimmte Hunderassen zu halten (i), die Beseitigung des Hundes anordnen (k) oder sogar die Hundehaltung gänzlich verbieten, wobei das Verbot für das ganze Kantonsgebiet gilt (Art. 9 HG / SG).
  • Die Beseitigung des Hundes und das Verbot der Hundehaltung werden nur angeordnet, wenn der Halter mildere Massnahmen missachtet oder der Hund Mensch oder Tier ernstlich gefährdet (Art. 9 Abs. 3 Hundegesetz/SG).
  • Wildernde Hunde dürfen durch Wildhutorgane, Pächter und Jagdaufseher entschädigungslos beseitigt werden, wenn dieser das Wild unmittelbar gefährdet oder trotz Ermahnung des Halters erneut wildert (Art. 27 Abs. 1 JV / SG).


3. Massnahmen bezüglich "gefährliche Hunde" im geltenden Recht

  • Hunde sind so zu halten, dass sie Menschen und Tiere nicht gefährden oder belästigen und fremdes Eigentum nicht beschädigen (Art. 6 Hundegesetz/SG).
  • Halter haben dafür besorgt zu sein, dass ihre Hunde nicht ohne Einwilligung des Berechtigten Spiel- und Sportplätze, fremde Gärten, Gemüse- und Beerenkulturen sowie Wiesen und Äcker während des fortgeschrittenen Wachstums betreten (Art. 7 Abs. 1 Hundegesetz/SG).
  • Politische Gemeinden sind befugt, durch Reglemente in öffentlichen Gebäuden, auf verkehrsreichen Strassen, Wegen und Plätzen, in öffentlichen Grün- und Parkanlagen, Naturschutzgebieten sowie Fussgängerzonen eine Leinenpflicht vorzusehen. Ein Mitführungsverbot oder eine Leinen- oder Maulkorbpflicht kann ferner mittels Verfügung und entsprechender Signalisation für ein bestimmtes Gebiet oder Gebäude vorgesehen werden (Art. 7bis Hundegesetz/SG).
  • Politische Gemeinden ordnen erforderliche Massnahmen an, wenn der Hundehalter seinen Pflichten nach Art. 6 und Art. 7 des Hundegesetzes nicht nachkommt. Sie kann gemäss Art. 9 Abs. 2 des Hundegesetzes insbesondere Weisungen über Erziehung, Beaufsichtigung, Pflege, Unterbringung oder Haftpflichtversicherung des Hundes erlassen (a), zu einem Hundeerziehungskurs aufbieten (b), verfügen, dass der Hund ausserhalb der Wohnung an der Leine zu führen ist (c), oder ausserhalb der Wohnung einen Maulkorb zu tragen hat (d), verbieten, den Hund bestimmten Personen anzuvertrauen (e), bauliche Massnahmen verlangen, die Dritte vor Angriffen des Hundes schützen (f), einen Wesenstest des Hundes durch eine Fachperson anordnen (g), verbieten, mehr als einen Hund (h) oder bestimmte Hunderassen zu halten (i), die Beseitigung des Hundes anordnen (k) oder sogar die Hundehaltung gänzlich verbieten, wobei das Verbot für das ganze Kantonsgebiet gilt (Art. 9 Abs. 1 und 2 Hundegesetz/SG).
  • Die Beseitigung des Hundes und das Verbot der Hundehaltung werden nur angeordnet, wenn der Halter mildere Massnahmen missachtet oder der Hund Mensch oder Tier ernstlich gefährdet (Art. 9 Abs. 3 Hundegesetz/SG).


4. Geplante Gesetzesänderungen
  • Der Kanton St. Gallen plant eine Revision des Hunderechts. Das Geschäft befindet sich zur Zeit beim Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen. Wann mit einem Entwurf zu rechnen ist und welche Anpassungen erfolgen sollen, ist zur Zeit nicht bekannt.


Die Stiftung für das Tier im Recht ist bemüht, die Entwicklungen zum kantonalen Hunderecht fortlaufend zu dokumentieren. Aufgrund der aussergewöhnlich vielen politischen Vorstösse und der in einigen Kantonen beinahe täglich ändernden Sachlage zum Thema kann für absolute Aktualität und Vollständigkeit der Angaben jedoch keine Gewähr übernommen werden.

 
 

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