Antoine F. Goetschel (49,
parteilos) wird neuer "Rechtsanwalt für Tierschutz in Strafsachen des Kantons
Zürich". Am letzten Mittwoch wurde er vom Zürcher Regierungsrat gewählt,
nachdem ihn der vorschlagsberechtigte Verein Koordination Kantonaler Tierschutz
(KKT) Zürich hierzu ausgesucht und vorgeschlagen hat. Er wird sein Amt anfangs
November 2007 antreten, da der jetzige Amtsträger nach 14 Jahren seinen
Rücktritt erklärt hat.
Neben seiner selbständigen
Anwaltstätigkeit in Zürcher Seefeld leitet Goetschel bislang auch die Geschäfte
der von ihm ins Leben gerufenen "Stiftung für das Tier im Recht"
(TIR), die sich seit zwölf Jahren sehr aktiv für eine Besserstellung des Tieres
in Recht und Ethik in der Schweiz und im Ausland einsetzt. Die TIR bzw. ihre
Vororganisation hat sich auch bei der Schaffung des "Tieranwalts" in
den Jahren 1987 bis 1992 verdient gemacht und die beiden Amtsvorgänger Dr.
Trinkler und Dr. Raess in der Amtsführung unterstützt. Mit beeindruckenden 83%
der Ja-Stimmen wurde das weltweit einzigartige Amt im Jahre 1991 geschaffen.
Goetschel will sich für
die Beibehaltung dieser aus Sicht des Tierschutzes einmaligen und wirksamen
Institution im Kanton Zürich und für ihren höheren Bekanntheitsgrad in der
Bevölkerung einsetzen. Als wichtigstes Ziel sieht er, dass die Strafbehörden
mit Tierquälern künftig wesentlich härter umgehen und sie damit vor weiteren
Straftaten auf Kosten der auf die Hilfe des Menschen angewiesenen Tiere
abschrecken. Der "Tieranwalt" vertritt die Interessen des Tieres in
jedem Verfahren wegen Tierquälerei und anderen Tierschutzwidrigkeiten und tritt
anstelle des Tieres als geschädigte Partei auf.
Wie
der strafrechtliche Tierschutz in der Schweiz in den vergangenen Jahren
umgesetzt worden ist, wird die Stiftung für das Tier im Recht am 17. Oktober
2007 anlässlich einer Medienkonferenz auf der Grundlage einer umfangreichen
Studie aufzeigen. Am selben Anlass wird Antoine F.
Goetschel seine Ziele als neuer Tieranwalt detailliert
bekannt geben. Er bedankt sich bei den vielen Tierfreunden, die ihn bei der
Wahl tatkräftig unterstützt haben.