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Tier keine Sache - Schweiz

 

Tiermeldestelle: Verlorene und gefundene Tiere sind der kantonalen Tiermeldestelle bekannt zu geben.

 
Offizielle kantonale Meldestellen für Findeltiere (Stand Januar 2012)

Um seinen gesetzlichen Finderpflichten nachzukommen (und sich nicht strafbar zu machen), muss ein Finder ein gefundenes (oder zugelaufenes) Tier unverzüglich der folgenden offiziellen Meldestelle seines Kantons anzeigen:
  • Aargau: Aargauischer Tierschutzverein, Steinenbühlstrasse 36, 5417 Untersiggenthal, 056 288 28 83 , meldestelle@ag-tierschutzverein.ch
  • Appenzell AI: Kantonspolizei, Unteres Ziel 20, 9050 Appenzell, 071 788 97 00
  • Appenzell AR: Kantonale Notrufzentrale, Rathaus, 9043 Trogen, 071 343 66 66
  • Basel-Landschaft: Tierschutz beider Basel, Birsfelderstrasse 45, 4052 Basel, 061 378 78 10,  www.tierfundbüro.ch
  • Basel-Stadt: Tierschutz beider Basel, Birsfelderstrasse 45, 4052 Basel, 061 378 78 10, www.tierfundbüro.ch
  • Bern: Berner Tierschutz, Postfach 37, 3020 Bern-Riedbach, 0800 18 44 00
  • Freiburg: Service vétérinaire, ch. de la Madeleine 1, 1763 Granges-Paccot, 026 305 22 70, svet@fr.ch 
  • Genf: Centrale téléphonique de la Police, ch. de la Gravière 5, 1227 Les Acacias, 022 427 81 11 (Notfälle); Fourrière Cantonale pour Chiens, ch. de la Fourrière, 1239 Collex, 022 774 14 08 (Hunde); SGPA
    Refuge de Vailly, 1233 Bernex, 022 757 13 23 (Katzen); Centre ornithologique, ch. des Chênes 47, 1294 Genthod, 079 624 33 07 (Vögel)
  • Glarus: Kantonspolizei, Einsatzzentrale, Spielhof 12, Postfach 635, 8750 Glarus, 055 645 66 66 
  • Graubünden: Kantonales Veterinäramt, Planaterrastr. 11, 7001 Chur, 081 257 24 15 
  • Jura: Police cantonale jurassienne, Les Prés-Roses 1, 2800 Delémont,
    032 420 65 65, poc.cetinfo@jura.ch 
  • Luzern: STMZ Schweiz. Tiermeldezentrale, Seestrasse 20, 6052 Hergiswil, 0848 357 358, www.stmz.ch
  • Neuenburg: Service vétérinaire cantonal, Rue Jehanne-de-Hochberg 5, 2001 Neuchatel, 032 889 58 63, animaux.trouves@ne.ch
  • Nidwalden: Tierheim Paradiesli, 6372 Ennetmoos, 041 610 60 21, www.tierheim-paradiesli.ch
  • Obwalden: Tierheim Paradiesli, 6372 Ennetmoos, 041 610 60 21, www.tierheim-paradiesli.ch
  • Schaffhausen: Veterinäramt, Schweizersbildstrasse 69, 8200 Schaffhausen, 052 632 71 07, urs.brunner@ktsh.ch 
  • Schwyz: Kantonspolizei, Bahnhofstrasse 7, 6431 Schwyz, 041 819 29 29
  • Solothurn: STMZ Schweiz. Tiermeldezentrale, Seestrasse 20, 6052 Hergiswil, 0848 357 358, www.stmz.ch
  • St. Gallen: fünf regionale Meldestellen: Fürstenland-Neckertal, Kantonspolizei, 9245 Oberbüren, 071 955 75 75; Bodensee-Rheintal, Kantonspolizei, 9425 Thal, 071 886 36 86; Werdenberg-Sarganserland, Kantonspolizei, 8887 Mels, 081 725 40 04; Lindtgebiet-Toggenburg, Kantonspolizei, 8716 Schmerikon, 055 465 28 00; Stadt St. Gallen, Stadtpolizei, 9000 St. Gallen, 071 224 61 03
  • Tessin: Polizia cantonale, viale S. Franscini 3, 6500 Bellinzona, 091 825 55 55, polizia@polca.ti.ch
  • Thurgau: Kantonspolizei, Zürcherstrasse 325, 8500 Frauenfeld, 052 728 28 28
  • Uri: Kantonspolizei, Tellsgasse 5, 6460 Altdorf, 041 875 22 11
  • Waadt: Centre SVPA, Refuge de Sainte-Catherine, 1000 Lausanne 25, 021 784 80 02, svpa@svpa.ch
  • Wallis: Kantonaler Veterinärdienst, Pré d'Amédée 2, 1950 Sion, 027 606 74 50, ovet@admin.vs.ch
  • Zug: Tierschutzverein Zug, Tierheim, 6319 Allenwinden, 041 711 00 33, info@tsvzug.ch 
  • Zürich: Meldestelle Findeltiere des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich, 0848 848 244, zuerich@gefundene-tiere.ch
  • Liechtenstein: Tierschutzverein Liechteinstein, Schwarz Strässle 35, FL-9494 Schaan, Tel. +423 239 65 65

siehe auch: STMZ Schweizerische Tiermeldezentrale: 0848 357 358

Mit der Lösung der Tiere vom Objektstatus hat 2003 auch das Fundrecht eine bedeutende Änderung erfahren. Dabei wurde die Frist, in der ein Finder – unter Beachtung der gesetzlichen Finderpflichten – Eigentümer eines gefundenen Tieres wird, durch den neuen Art. 722 Abs. 1bis des Zivilgesetzbuchs (ZGB) von vormals fünf Jahren auf zwei Monate verkürzt. Während Tierfunde bei Unkenntnis des Eigentümers bis 2003 bei der Polizei anzuzeigen waren, verpflichtet Art. 720a Abs. 2 ZGB die Kantone hierfür nun zur Einrichtung einer besonderen zentralen Meldestelle. Die aktuelle Liste der kantonalen Meldestellen findet sich unten. Im Gegensatz zu den anderen Gesetzesänderungen trat Art. 720a Abs. 2 ZGB erst auf Anfang April 2004 in Kraft, sodass den Kantonen zur Bezeichnung und Organisation ihrer Meldestellen eine einjährige Übergangsfrist verblieb.

Aufgabe der Meldestellen ist es insbesondere, sämtliche bei ihr eingegangenen Verlust- und Fundanzeigen zu sammeln und zu verarbeiten. Einerseits wird durch dieses System klar festgelegt, wo Tierfunde zu melden sind, anderseits erhöht sich vor allem auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Eigentümer sein verlorenes oder entlaufenes Tier wieder findet. Bislang war die entsprechende Regelung sehr uneinheitlich, indem Fundmeldungen gemäss kantonalem Recht entweder der Gemeinde- und Kantonspolizei oder einer anderen Behörde anzuzeigen waren (so etwa im Kanton Freiburg dem Friedensrichter, in Basel Stadt dem Fundbüro des Polizei- und Militärdepartements oder in Genf dem kantonalen Dienst für gefundene Sachen). In der Praxis gingen Fund- und Verlustmeldungen daneben aber auch bei vielen anderen Orten ein (etwa bei den kantonalen Veterinärämtern, Tierarztpraxen, Tierheimen oder -suchstellen, Tierschutzvereinen, Züchterverbänden, Zoofachhandlungen, Kadaversammelstellen, Lokalfernseh- oder -radiostationen, Zeitungsredaktionen oder auf speziellen Internetseiten). Insbesondere wenn ein entlaufenes Tier eine Kantonsgrenze einmal überschritt, wurde die Suche entscheidend erschwert.
Dieses Durcheinander und die damit verbundene Rechtsunsicherheit sollten nun aber durch ein einheitliches und nicht nur das eigene Kantonsgebiet lückenlos abdeckendes, sondern landesweit reibungslos funktionierendes System behoben werden. Die Kantone sind aufgerufen, ihre Meldestellen aufeinander abzustimmen, weil letztlich nur eine gesamtschweizerisch optimal vernetzte Datenverarbeitung die deutliche Verkürzung der Frist zum Eigentumserwerb an Findeltieren auf zwei Monate zu rechtfertigen vermag. Durch das kantonale Recht sollten zudem bspw. auch Hausherren, Mieter sowie Aufsichtspersonen öffentlicher Anstalten und Verkehrsmittel, denen Findeltiere gemäss Art. 720 Abs. 3 ZGB abzuliefern sind, zur laufenden Unterrichtung der kantonalen Meldestellen verpflichtet werden. Durch eine einheitliche Datenverarbeitung und landesweite Vernetzung sollte dabei die Rückführung verlorener oder entlaufener Tiere in Zukunft stark vereinfacht und damit weit häufiger ermöglicht werden als früher.

Die Stiftung für das Tier im Recht hat die Anstrengungen für ein derartiges flächendeckendes System stets unterstützt und auf Seiten der tierfreundlichen Organisationen einerseits sowie der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und –direktoren (KKJPD) anderseits koordiniert.

 
 

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