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4. Datenbank der Tierschutzstraffälle 2010

 

Erweiterung der TIR-Datenbank um das Fallmaterial 2010

Seit 2003 hat die TIR eine Datenbank mit sämtlichen dem Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) gemeldeten Schweizer Tierschutzstrafentscheiden aufgebaut. Die mittlerweile rund 7500 Schweizer Tierschutzstraffälle aus den Jahren 1982 bis 2009 sind auf den Websites www.tierimrecht.org und www.tierschutz.org in anonymisierter Form für jedermann unentgeltlich abrufbar. 2011 soll die Datenbank durch das Fallmaterial (d.h. rund 700 bis 800 neue Tierschutzentscheidungen) des Jahres 2010 erweitert werden. Geplant ist ausser­dem, der Öffentlichkeit im Herbst 2011 wie jedes Jahr einen ausführlichen Bericht über die Ent­wicklungen und Tendenzen der Schweizer Tierschutzstrafpraxis 2010 vorzulegen. Erfah­rungsgemäss erreicht die TIR mit ihren profunden Jahresanalysen über die Medien eine breite Öffentlichkeit, womit auf die für die Strafverfolgung zuständigen Instanzen ein erheb­licher Druck aufgebaut werden kann. Die Zahlen der letzten Jahre belegen, dass zu­mindest quantitativ deutlich mehr Strafverfahren wegen Tierschutzdelikten eingeleitet und durchge­führt werden. Um die Praxis auch qualitativ zu verschärfen, ist jedoch weitere Auf­klärungs­arbeit notwendig. Nach den Erfahrungen der TIR hat die Fallsamm­lung bereits stark zur erhöh­ten Transparenz und Aufmerksamkeit des teilweise stark ver­besse­rungs­bedürftigen Vollzugs des strafrechtli­chen Tierschutzes beigetragen. Die Tier­schutz­straf­fälle-Datenbank der TIR bildet ausserdem ein anerkanntes Hilfsinstrument für die Pra­xis. Sie wird von Gerichten, Polizeiorganen und Tierschutzorga­nisationen rege be­nutzt, hat vereinzelt bereits Eingang in die Rechtsprechung gefunden und ist in aktuellen Fällen von breitem Medieninteresse. Privatpersonen sowie Tierschutz- und tiernahe Organisationen sind mit der Datenbank ausser­dem in der Lage, präzisere und Erfolg versprechende Straf­anzeigen einzureichen.

Jährlicher Finanzbedarf: 90'000 Franken



 
 

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