Tiere sind seit dem 1. April 2003 keine Sachen mehr; was hat sich dadurch geändert?
Antwort:
Der Gesetzgeber wollte mit der Änderung vor
allem dem Umstand Rechnung tragen, dass Tiere empfindungs- und leidensfähige
Lebewesen sind. Dies hat sich auf verschiedene Rechtsbereiche ausgewirkt. So
wurden wichtige Gesetze wie das Zivilgesetzbuch, das Obligationenrecht, das
Strafgesetzbuch oder das Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz an bestimmten
Stellen angepasst. Änderungen und Ergänzungen gab es beispielsweise im Fund-,
Erb- oder im Scheidungsrecht sowie bei der Schadenersatzbemessung.
Übrigens gilt der Grundsatz, dass Tiere keine
Sachen mehr sind, für alle lebenden Tiere. Dieser geht somit weit über das
Tierschutzgesetz hinaus, das von wenigen Ausnahmen abgesehen nur Wirbeltiere
schützt. Die einzelnen Gesetzesänderungen von 2003 gelten aber nur für
Heimtiere.