Am 8. November 2007 fand in Zürich das Forum
"Gesundheit und Tierschutz – Güterabwägung bei Tierversuchen" statt.
An der von Animalfree Research (vormals Fonds für versuchstierfreie Forschung
FFVFF) organisierten Veranstaltung (www.animalfree-research.org/index.php?id=10)
wurde das Spannungsfeld "Güterabwägung zwischen Nutzen eines Tierversuchs
und Belastungen für die eingesetzten Tiere" aus verschiedenen Perspektiven
betrachtet und kontrovers diskutiert. Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR)
durfte das Thema dabei aus rechtlicher Sicht kritisch beleuchten.
Gieri Bolliger von TIR kam die Ehre zu, das Forum mit seinem
Referat "Güterabwägung bei Tierversuchen aus rechtlicher Sicht" zu
eröffnen. Der neue Geschäftsleiter der TIR zeigte auf, wie das im
Verwaltungsrecht zentrale Verhältnismässigkeitsprinzip im Bewilligungsverfahren
für Tierversuche umgesetzt wird. Insbesondere seine Ausführungen über die
rechtliche Qualifikation von Tierversuchsbewilligungen – die nach Auffassung
der TIR nicht Polizeierlaubnisse, sondern Ausnahmebewilligungen darstellen –
sorgten dabei für einigen Gesprächsstoff.
Im Rahmen interessanter Vorträge beleuchteten Dr. Bernhard
Heiniger und Prof. Dr. Jörg Luy im Anschluss die Güterabwägung unter
praktischen bzw. ethischen Gesichtspunkten, wobei beide neue Möglichkeiten
aufzeigten. Umfassende Stellungnahmen von Dr. Heinz Müller und PD Dr. Franz
Gruber aus tierversuchsfreundlicher bzw. -kritischer Sicht sowie eine
Podiumsdiskussion mit sämtlichen Referenten rundeten die gelungene und in
respektvollem Klima durchgeführte Veranstaltung ab. Animalfree Research plant, sämtliche
Referate in Form eines Tagungsbandes in den nächsten Monaten zu
veröffentlichen. |